Licht Dirigat

EIN KONZEPT VON MARY-NOELE DUPUIS

(Filme: Bodo Turowski)

„Es war eine gute Ausstellung, aber wiederholen Sie das nicht.“

Rede der Kritiker des Royal Cortissoz , 8 März 1913.
AN: SPIELEN, SPRECHEN, SINGEN, HANDELN.
AUS: STOP.
Ob Musiker oder Bildende Künstler in dem Projekt mitwirken, das
„An/Aus“ der Lampe ist das einzige Prinzip des Lichtdirigats.
Hier und jetzt!
Eine Poesie des Aufstands.
Die Performer sind in der Gegenwart und reagieren.
Das ist das Box-Kampf Bild des „Mannes mit den kürzesten Haaren der Welt“: Arthur Cravan.
Ein Happening, das ALLE Mittel – ob Klänge, Sprache, Bewegung, Handlung – nutzt.
Raus aus Kodex und Harmonie-Gesetzen – und ausschließen alles, was ein Kunst-Effekt werden könnte.
Die Lampe, die an- und ausgeht, bildet eine Konstruktion der Situation im Raum.
Eine irreführende – und absichtliche – Architektur.
FREIE Musik. FREIE Sprache. FREIE Bewegung. FREIE Handlung.
Anti-erzählend.
Die Sprachen wie die Musik-Kategorien mischen sich.
Kollagen, Unterbrechungen, Brüche, die neue Schöpfung-
Möglichkeiten öffnen – wie ein Baum, der an jedem Knoten einen neuen Stamm ausbilden kann. Nomadologie des Grundes.
FREIE ENERGIEN in Bewegung.
Mary-Noele Dupuis – 2015