Ist die Unendlichkeit eine Brezel?
Vernissage 16.8.2024 18h
mit Performance 20h und Techno 20-22h
Der Abend beginnt mit der Eröffnung der Ausstellung „Ist die Unendlichkeit eine Brezel?“, die das Thema der unendlichen Annäherung an die Perfektion im Kontext des kreativen Schaffensprozesses erforscht. Um 20 Uhr wird der Abend durch eine asketische Performance des avantgardistischen Berliner Butoh-Tänzers Valentin Tszin bereichert. Mit seiner einzigartigen Körperplastik übersetzt Valentin das Thema der Ausstellung in eine sinnlich-philosophische Improvisation.
Nach der Performance geht der Abend nahtlos in eine energetische Techno-Party über, bei der bb89, ein DJ aus dem Ruhrgebiet, auflegt. bb89 präsentiert modernen und zeitlosen Techno, dessen abwechslungsreicher Sound die Zuhörer auf dem Dancefloor fesselt und die Nacht zum pulsierenden Erlebnis macht.
Valentin Tszin ist ein international bekannter avantgardistischer Künstler und Butoh-Tänzer aus Berlin. Er verbindet Kampfkunst mit nonverbalem, physischem Theater sowie der Philosophie und Kunst des Butoh und versteht seine künstlerische Aktivität als eine stets unvollendete, andauernde Transformation. Nachdem er Butoh für sich selbst als »Virus« definiert hat, der neue Gebiete für sich sucht, um zu überleben, hat Valentin in mehr als 12 Jahren breit gefächerter Forschung Butoh mit neuen Bereichen in Verbindung gebracht und seine eigene künstlerische Methode »Das Gegenteil« entwickelt.
weitere Öffnungszeiten
Mi + Do 17 – 20 Uhr
Fr + Sa 17 – 22 Uhr
So 14 – 17 Uhr
Finissage 24. August 2024 18h
Ist es möglich, das Ideal zu erreichen? Kann man eine perfekt glatte Form entwerfen?
Mascha, eine Designerin und Künstlerin aus Köln, erforscht seit über zehn Jahren das Thema der unendlichen Suche nach Perfektion. Sie vertieft sich in das Konzept der sich durch ihre Endlosigkeit entwickelnden Linie. Bionische Formen (Unendlichkeitsschleifen oder Brezeln?) in ihren Kunstwerken wirken zwar perfekt, offenbaren jedoch Unvollkommenheiten. Das Motiv erscheint einheitlich, ist jedoch bei näherer Betrachtung völlig unregelmäßig und inkonsistent.
Die Künstlerin verwendet verschiedene künstlerische Materialien und Techniken. Holzschnitt, Lithografie, Malerei, Collage und analoge Fotografie bestimmen oft das Endergebnis und stellen die Vorstellung in Frage, eine ideale Form zu erreichen. Die Hand kann verrutschen, die Farbe kann verlaufen, und es ist unmöglich, im Wald genau das gleiche Stück Holz zu finden.
Der Weg zum Ideal ist wichtiger als das Erreichen der Perfektion selbst. Wir können Perfektion nicht erzwingen; stattdessen können wir der Linie folgen und mit Offenheit und Neugierde sehen, wohin sie uns führt. Text: Maria Pudalova
Mascha Rodigina (geb. 1989) ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Designerin aus Moskau, die seit zwölf Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, davon die letzten vier Jahre in Köln. Sie hat Grafikdesign und Kunst an der Staatlichen Universität in St. Petersburg sowie Interface Design an der FH Potsdam studiert und abgeschlossen. Aktuell erforscht sie das Thema der Unendlichkeit und deren Verbindung zum kreativen Schaffensprozess.
Mascha zieht ihre Inspiration aus den Besonderheiten der verschiedenen Medien, was sie dazu bewegt, ständig neue Techniken und Werkzeuge mit Neugierde zu erkunden. Ihre vielseitigen Arbeiten umfassen digitale und analoge Fotografien, Zeichnungen, Ölgemälde, verschiedene Drucktechniken, Collagen und Skulpturen.
Während ihres Studiums nahm sie an zahlreichen Ausstellungen teil. Nach einer längeren Pause hat sie nun ihre erste Einzelausstellung. Bionische Formen und das architektonische Erbe des Konstruktivismus sind wichtige Inspirationsquellen für die Werke, die in den letzten zwölf Jahren entstanden sind und im Kunst- und Kulturzentrum Kolbhalle ausgestellt werden.
Kolbhalle